Was bewegt unsere Partnerfeuerwehr in Sontra?

Segelflugzeug abgestürzt – Pilot zum Glück nur leicht verletzt - Von Andreas Seifert: Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.... Mal wieder habe ich am vergangenen Wochenende die Feuerwehrkameraden unserer Partnerfeuerwehr im nordhessischen Sontra besucht. Spontan hatte ich mich einige Tage zuvor mit meinem guten Freund und langjährigen Jugendfeuerwehrwart der Feuerwehr Sontra verabredet.

Christoph 28 aus Fulda wird zur Absturzstelle gerufen. Sein Einsatz ist glücklicherweise nicht erforderlich.

Mit vereinten Kräften heben die Feuerwehrleute das Flugzeugwrack an und befreien den Piloten aus seiner misslichen Lage.

Aufgeweichte Waldwege machen die Anfahrt zur Einsatzstelle nicht ganz leicht. Fotos: A. Seifert

Gemütlich saß man bei hausgebackenen Nussecken und frischem Kaffee zusammen, als am Samstagnachmittag plötzlich der Funkmeldeempfänger einen Einsatz ankündigt: Segelflugzeug abgestürtzt, Pilot eingeklemmt.Kurzentschlossen fordert mich der nordhessische Feuerwehrkamerad auf, sozusagen als Einsatzbeobachter auf dem Einsatzleitwagen mit auszurücken.

Ich übernehme den Auftrag, mit der feuerwehreigenen Digitalkamera den Verlauf des Einsatzes zu dokumentieren. Ausgestattet mit der entsprechenden Schutzkleidung kann ich mir so einen umfangreichen Eindruck über das Leistungsvermögen der Einsatzkräfte unserer nordhessischen Partnerfeuerwehr verschaffen.

Unterstützt von einigen Orteilswehren, können die Feuerwehrleute das Flugzeugwrack schnell ausfindig machen. Beim Landeanflug war der Pilot mit seinem Segelflugzeug in unmittelbarer Nähe des Flugplatzes in einem nahen Waldgebiet abgestürzt. Das Flugzeug lag kopfüber zwischen hohen Bäumen. Für den 74-jährigen Piloten, der glücklicherweise den Absturz leichtverletzt überstanden hat, gab es allerdings keine Möglichkeit, das Flugzeug aus eigener Kraft zu verlassen.  Augenzeugen hatten den Absturz verfolgt und so dafür gesorgt, dass die Hilfskräfte schnell zur Unfallstelle eilen konnten.

Mit Muskelkraft konnte der Flieger angehoben und der Pilot aus dem Cockpit befreit werden. Vorsorglich hatte die Leitstelle Werra-Meißner den Rettungshubschrauber Christoph 28 aus Fulda an die Unglücksstelle beordert. Sein Einsatz war jedoch nicht erforderlich.  Der Pilot wurde durch den Rettungsdienst übernommen, die Feuerwehren konnten die Einsatzstelle nach rund 60 Minuten wieder verlassen. Die Unglücksursache wird nun von der Luftaufsichtsbehörde ermittelt.

Ein dickes Lob von dieser Stelle an die Kameraden aus Sontra, die bei diesem Einsatz hervorragende Arbeit geleistet haben.

So wurde aus einem rein privaten  Wochenendausflug mal eben eine praxisnahe  Fortbildungsveranstaltung  für einen Feuerwehrmann aus dem Hochtaunus......